3 Gedanken auf dem Weg zu deiner Herzverbindung
Der Weg zurück zu deiner Herzverbindung und somit zu dir selbst ist ein Weg mit vielen Kurven, Höhen und Tiefen. Und genau das macht ihn so wertvoll, abwechslungsreich und einzigartig.
Es gibt keine Abkürzungen und kein schnelles Programm, das alles löst. Und schon gar keinen Fahrplan, der für alle passt. Oft sind wir noch nicht soweit um bestimmte Gefühle im Herzen zuzulassen. Irgendwann ist dann aber der richtige Zeitpunkt, weil unser Herz herangereift ist.
Ich möchte dir heute von drei Punkten erzählen, die mir selber auf diesem Weg begegnet sind und die ich immer wieder in den Geschichten der Frauen erkenne, die ich begleite.
1. Es braucht Zeit, weil Fühlen nicht beschleunigt werden kann
Wir haben leider oft die Verbindung zu uns selbst verloren. Das geschieht nicht plötzlich, sondern Schicht für Schicht. Über Jahre hinweg haben wir uns von Gefühlen abgekapselt, abgewandt oder sie verdrängt.
Und diese verdrängten Gefühle sind nicht von heute auf morgen einfach wieder da. Es braucht Zeit, um wieder ins Fühlen zu kommen. Die Verbindung zum Herzen braucht weniger Wissen, dafür ein mehr an ErSpüren und HineinFühlen:
- Was tut mir gut?
- Was brauche ich?
- Was hilft mir?
Gefühle, die lange nicht gefühlt wurden, sollen sich frei entfalten dürfen. Wie einen neuen Weg, den wir ausprobieren. Wir bewegen uns also quasi auf Pfaden, die wir noch nie oder schon sehr lange nicht mehr gegangen sind. Darum sind sie abenteuerlich, aufregend und verlangen eine gewisse Hingabe an das Urvertrauen in uns selber.
Dann wiederum taucht ein Gefühl auf, dass uns so bekannt ist, wie unsere Westentasche. Ein Gefühl, wie ein Pfad, den wir schon so oft gegangen sind und den wir blind laufen könnten. Er wirkt sicher und vertraut und hier fühlen wir uns wohl. Allerdings bringt uns diese Strecke nur bedingt weiter. Weil irgendwie laufen wir im Kreis.
2. Der Weg ist keine Spirale, sondern ein Wollknäuel
Der Weg zurück ins Herz ist weder eine gerade bequeme Strecke in der horizontalen, noch eine lineare Steigung, die nur bergauf verläuft. Ich stell ihn mir oft wie ein Wollknäuel vor: mal rauf, mal runter, mal rundherum und plötzlich lande ich an der gleichen Stelle, wo ich schon oft war. Und trotzdem bin ich nicht mehr dieselbe, die ich war, als ich das letzte Mal an dem Punkt ankam.
Manchmal merken wir dabei: das fühlt sich gerade nicht richtig an. Und dann machen wir wieder ein paar Schritte zurück. Zwei Schritte vor. Einen zurück. Wir testen aus. Schauen, wie sich eine neue Richtung anfühlt und merken wieder: noch immer nicht das Richtige.
Und dann können wir wieder ein paar Schritte zurück ins Herz machen und reinfühlen, um einen Überblick zu bekommen. Wenn etwas nicht das Richtige für dich war, dann ist das eine wertvolle Information, die du integrieren kannst. Beim nächsten Mal wirst du dein Herz besser spüren und so neue Entscheidungen treffen können.
Neue Wege sind da um sie auszuprobieren. Vielleicht gehen wir auch mal wieder einen alten Pfad. Manche werden wir wieder aus der inneren Landkarte raus streichen. Und mit dieser Kombination aus Wegen gehen wir in eine neue Richtung.
→ Das alles sind keine Umwege, das gehört einfach dazu.
3. In Etappen mit Pausen, Kraft und Aussicht ins Herz
Wenn ich ans Wollknäuel denke, denke ich dabei auch an eine Bergwanderung.
Wir laufen los und sind anfangs noch energiegeladen. Mit der Zeit wird es steiler und sogar ein bisschen mühsam, weil der Weg nicht so ist, wie wir uns das vorgestellt haben. Es ist steinig und anstrengender als gedacht. Und dann sind wir auch noch unterzuckert und unsere Beine werden schwer.
Das sind alles Faktoren, die mit reinspielen und warum sich manche Etappen gewaltig anfühlen können. Und dann gibt es wieder Etappen, wo du mit einer wunderbaren Aussicht relativ flach dahinläufst und dir denkst: Ich bin am richtigen Weg. Life is good. Könnte doch immer so sein. Wäre doch schön, wenn es immer so easy cheesy wäre.
Aber so ist es leider nicht. Es gibt Etappen, die an uns zehren und Etappen, die uns tragen und beflügeln. Etappen, die uns zweifeln lassen und Etappen, die uns erinnern, warum wir überhaupt gegangen sind.
Was ich noch sagen möchte
Ich glaube nicht, dass wir irgendwann in einer totalen, dauerhaften Glückseligkeit ankommen werden. Das macht das Leben nicht aus.
Das Leben ist geprägt von Höhen und Tiefen. Manchmal haben wir mehr Hochs und manchmal mehr Tiefs. Oft ist es so, dass wenn ein Tief kommt: schlimmer geht immer.
Aber irgendwann haben wir die Talsohle erreicht und dann geht es wieder nach oben. Versprochen!
Der Weg zurück in dein Herz darf dir Spaß machen. Er darf mit Zuversicht und Leichtigkeit gespickt sein. Wenn alles nur dunkel und schwer ist, ohne auch nur den kleinsten Lichtblick zu erspähen, dann läuft vielleicht etwas in eine Richtung, die noch nicht ganz stimmt. Und das darfst du als Hinweis wahrnehmen.
Und welcher Weg ins Herz ist deiner?
Jede von uns hat andere Vorlieben, Fähigkeiten und Stärken. Und dazu passend gibt es so viele Werkzeuge und Möglichkeiten.
→ Ob Atemübungen, Meditationen, Bewegung, die Natur und die Tiere, alleine oder in Begleitung. Ob morgens um sechs Uhr oder abends beim Sonnenuntergang.
Welche Werkzeuge dich auf diesem Weg begleiten → das ist so individuell wie du selbst. Und das liegt immer an dir.
Es gibt keine festgelegte Route, keine fixe Struktur und auch keine Werkzeuge, die für alle funktionieren bzw. gelten. Und selbst wenn es eine solche „Landkarte mit Streckenplan” für jedes Leben geben würde. Würdest du da mitmachen? Genau so gehen, wie es vorgegeben ist?
Ich weiß nicht. Also mir wäre das zu langweilig und zu einheitlich. Ich mag Individualität und Kreativität. Wie siehst du das? ;)
Schreib mir ;) Ich freue mich von dir zu lesen. Gerne auch, wenn du mehr darüber wissen willst, wie eine Begleitung für dich aussehen kann? [email protected]
Von Herzen. Deine Babsi